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Video | »Alle meine Mütter«

Schriftstellerin Lena Gorelik: »Unsere Mütter sind mehr als unsere Mütter.«

Wie schreibt man über ein Thema, bei dem »alle Lesenden Profis sind«? Schließlich hat jeder Mensch eine Mutter – auch diejenigen, die sich selbst gegen das Muttersein entscheiden. Lena Gorelik hat aus der Herausforderung ein tolles Buch gemacht: »Alle meine Mütter«. Im Gespräch mit Volker Weidermann, Kulturkorrespondent der ZEIT, erzählt sie sehr persönlich, wie »cool« ihre eigene Mutter auf das in Teilen autofiktionale Buch reagiert hat.

In »Alle meine Mütter« zeichnet Lena Gorelik viele verschiedene Mutterbilder und zeigt auch das, was oft unsichtbar bleibt. Die Schriftstellerin fordert uns heraus, das idealisierte Bild der erfüllten Mutter zu hinterfragen: »Wenn man ›Mutter‹ googelt, sieht man nur strahlende Frauen. Alle sehen immer glücklich aus, als hätte man als Mutter gar keine anderen Emotionen.« Diese gesellschaftlichen Erwartungen an Mütter und Frauen diskutieren wir mit der Schriftstellerin und dem Publikum, sowie die Frage, warum Mütter uns so oft nur als Mütter und nicht als eigene Menschen erscheinen.

Auch um das Loslösen von Müttern und Kindern ging es im Gespräch: Lena Gorelik spricht von »einer Nähe, an der man sich ein Leben lang abarbeitet.« Die Autorin ist selbst Mutter von zwei Söhnen und hat für ihr Buch viel in Wissenschaft und Kulturgeschichte recherchiert. Freuen Sie sich auf ein Videogespräch voller Leserfragen rund um die wahrscheinlich spannendste Beziehung unseres Lebens! 

Unsere Gäste schrieben im Nachgang des Abends:

  • »Von Herzen lieben Dank für diese einfühlsame Verbindung zwischen Moderation und Autorin. Diese bewegende und kluge Beziehung hat Wirkung und berührt aufgrund von Authentizität.«
  • »Trotz Zoom entsteht eine spannende Nähe einer riesigen weltweiten Community – dabei zu sein war eine interessante Erfahrung.«
  • »Danke für diese wunderbare Veranstaltung, die jetzt noch eine Weile nachklingt.«
  • »Es war, als würden Moderator und Autorin bei mir zu Hause am Küchentisch sitzen.«
  • »Frau Gorelik hat es sehr gut verstanden, Themen anzusprechen, die oft nicht sichtbar und vielleicht auch mit Scham besetzt sind. Ich fühlte mich mitgenommen und hatte das Gefühl einer tiefen Verbindung, obwohl wir uns ja gar nicht kennen.«
  • »Diese Autorinnengespräche sind Balsam, nicht nur für die Lese-Seele.«
 

Unser Buch des Monats

»Alle meine Mütter« von Lena Gorelik

»Alle meine Mütter« erzählt von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen. Wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können.

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