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Video | »Real Americans«

Rachel Khong: »Literatur zeigt, wie kompliziert das Leben ist – zum Glück«

Was macht uns zu denen, die wir sind? Warum hat sie sich lange als Un-»real American« gefühlt? Und wie sehr ist unsere Sicht auf die Welt von der eigenen Erfahrung geprägt? Darüber spricht die amerikanische New York Times-Bestsellerin Rachel Khong mit ZEIT-Redakteurin Fiona Weber-Steinhaus in diesem Video zu ihrem Roman »Real Americans«.

Amerika hat für Rachel Khong viele verschiedene Gesichter. Genau mit dieser Pluralität von Perspektiven und Wahrheiten spielt sie auch in ihrem Roman. Sie habe keine Figur verallgemeinern und stellvertretend für eine Gruppe sprechen lassen wollen: »Jede steht für sich allein.« Was sie als Autorin angetrieben hat, war die Frage: »Wie wird ein Mensch – in seiner ganz eigenen Wahrheit – zu dem, was er ist?«

»Wir neigen dazu, unsere Ansichten für die einzig richtigen zu halten. Mein Buch lädt dazu ein, innezuhalten und zu fragen: Was, wenn ich mich irre?«, sagt Rachel Khong über ihren Roman im Video. Gerade dort, wo Verständnis schwerfällt — auch in der eigenen Familie — kann Literatur für sie einen besonderen Raum öffnen: Für mehr Ambivalenz und Menschlichkeit. »Literatur hilft mir, die Welt in ihrer ganzen Tiefe zu sehen – als Autorin ebenso wie als Leserin. Ohne Literatur wäre es so leicht, das Leben zu banalisieren.«

Mehr persönliche Einblicke in die Entstehung ihres Romans, ihre Schreibroutinen und Leseempfehlungen von Rachel Khong gibt es in diesem Video. Jetzt anschauen! 

Das Gespräch fand im Rahmen der bundesweiten Aktion »Deutschland liest ein Buch« des Kiepenheuer & Witsch-Verlags statt. 

Bitte beachten Sie: Um bei YouTube Untertitel auf Deutsch einzublenden, klicken Sie im Video unten rechts auf das Zahnrad-Symbol (Einstellungen). Wählen Sie dann »Untertitel«, anschließend »Automatisch übersetzen« und danach »Deutsch« aus.

Weiterführende Lesetipps von Rachel Khong: 

  • Julia Cameron: »The artist’s way« (dt: »Der Weg des Künstlers«)
  • Kazuo Ishiguro: »Never let me go« (dt: »Alles, was wir geben mussten«)
  • Ruth Ozeki: »A tale for the time being« (dt: »Geschichte für einen Augenblick«)
  • Deborah Levy: »The man who saw everything« (dt: »Der Mann, der alles sah«)

Unsere Gäste schrieben im Nachgang des Abends:

  • »Die persönlich zugeschnitten Fragen haben mir sehr gut gefallen und die offenen Antworten von Rachel. Die Länge des Interviews war ebenfalls gut gewählt und die kurzen Lesepassagen, die das Erlebnis gut abgerundet und dabei nicht in die Länge gezogen haben.«
  • »Ich bin begeistert von dem Zusammenspiel aus Lesung und Gespräch.«  
  • »Mir hat besonders gut gefallen: das kurzweilige Gespräch, die intelligenten Fragen, der Originalton, die wunderbaren Inspirationen, das strahlende Lächeln der Autorin.« 
  • »Sehr sympathische Autorin und eine souveräne Moderatorin, die die Fragen gut rübergebracht hat. Beide mit gut verständlichem Englisch.« 
  • »Die Vielseitigkeit der Fragen und dass die Autorin geduldig alles beantwortet hat, fand ich besonders gut. Auch schön, dass Rachel Khong ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert hat.« 
 

Unser Buch des Monats

»Real Americans« von Rachel Khong

New York City, Silvester 1999. Lily Chen ist 22, Tochter chinesischer Einwanderer und unbezahlte Praktikantin in einem hippen Medienunternehmen. Als sie Matthew trifft – charmant, privilegiert, Erbe eines Pharmaimperiums –, verliebt sie sich. Zwei Welten prallen aufeinander. Und doch scheint alles möglich. 21 Jahre später lebt Lilys Sohn Nick mit ihr auf einer abgelegenen Insel. Er spürt: Etwas fehlt. Als er nach seinem Vater sucht, stößt er auf Geheimnisse, die alles verändern – nicht nur für ihn.

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