Der Schauspieler Wanja Mues über seine Buchempfehlung »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« von C. A. Fletcher:

»Das Buch ist voller Cliffhanger, fast wie eine Serie, es ist so spannend, man muss einfach weiterlesen – oder wie ich, weiter vorlesen..«

Welches Buch hat Dich kürzlich begeistert?
Ich habe meinen Söhnen »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« von C. A. Fletcher vorgelesen, ein Jugendbuch eines britischen Autors. Eigentlich hatte ich den Roman vor allem gelesen, weil ich das Hörbuch eingesprochen habe. Aber dann war das Buch so spannend, dass ich es meinen Söhnen direkt vorgelesen habe: Es spielt in einer dystopischen Welt, die Menschheit stirbt langsam aus, und auf einer Insel vor Großbritannien lebt ein Junge namens Griz mit zwei Hunden und seiner Familie. Eines Tages taucht ein vermeintlicher Händler auf und stiehlt einen von Griz’ Hunden. Griz bricht daraufhin auf, um seinen Hund zurückzubekommen.

Was macht das Buch für Dich persönlich gerade aktuell?
Mich interessiert die dystopische Ausgangssituation von »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« besonders, das mochte ich schon bei Filmen wie »Blade Runner«. Durch eine rätselhafte Krankheit können sich nur noch ganz wenige Menschen und Tiere fortpflanzen, und die Welt ist entvölkert, aber die Reste unserer Zivilisation stehen noch immer rum – leere Städte, frühere Vergnügungsparks, und so schauen Griz und seine Familie von außen auf unsere Welt von heute. Und das Buch ist voller Cliffhanger, fast wie eine Serie, es ist so spannend, man muss einfach weiterlesen – oder wie ich, weiter vorlesen.

Wem würdest Du von dem Buch abraten?
Eigentlich niemandem – außer vielleicht zu jungen Kindern. Ab etwa 12 Jahren, denke ich, ist es passend. Wenn man dann auch bereit ist, dem Kind gegebenenfalls ein paar Dinge zu erklären. Sonst aber, finde ich, ist »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« ein moderner Klassiker, fast wie die »Schatzinsel« – ein Abenteuerroman, der zwar für junge Leserinnen und Leser geschrieben wurde, aber auch für Erwachsene unglaublich spannend und aufregend ist.

Und was liest Du sonst so?
Zurzeit mal wieder die Klassiker von Hermann Hesse, den »Steppenwolf«, auch weil ich damit regelmäßig gemeinsam mit dem Jazz-Musiker Stephan Braun auftrete. Und ich mag die Kurzgeschichten von Bertolt Brecht, »Vier Männer und ein Pokerspiel« – das lese ich ab und an in Schulen vor, und das ist der Text, bei dem selbst die desinteressiertesten Jugendlichen anschließend kommen und wissen wollen, was das war.

Der Schauspieler Wanja Mues, 46, lebt mit seiner Familie in Berlin und hat das Hörbuch zum Roman »Ein Junge, sein Hund und das Ende der Welt« eingesprochen. Am Sonntag, den 15. November, ist Mues im Dresdner Tatort »Parasomnia« zu sehen.

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