Wan­der­tou­ren in Skan­di­na­vi­en

Schweden + Wildnis + Wandern

Entdecken Sie mit dem Survival-Trainer Falk Brune die Wildnis des schwedischen Fjells

 

In meinen Augen gibt es nichts Schöneres, als allein unterwegs zu sein. Man kann sich seine Zeit selbst einteilen, muss keine Rücksicht auf Befindlichkeiten anderer nehmen und erfährt die psychischen Herausforderungen des Alleinseins – besonders in der Wildnis des schwedischen Fjells.

So trete ich seit vielen Jahren immer wieder allein die lange Fahrt in den Norden Europas an. Um im Land flexibel zu sein, bevorzuge ich für meine Trips das Auto. Der Moment, in dem ich in Puttgarden auf die Fähre der Vogelfluglinie fahre, lässt die Gänsehaut immer wieder aufs Neue kitzeln.

Bei der Anreise lege ich gern zu Beginn schon einige Kilometer zurück, um nach zwei Tagen Fahrt den Blåfjella-Skjækerfjella-Na­tio­nal­park zu erreichen. Die lange Anreise wird dabei versüßt durch leere Straßen, die vorbeiführen an Seen, Wäldern, Rentieren und tollen Rastplätzen.

Befindet man sich oberhalb von Stockholm, wird es wild. Besonders ab Östersund kann man eine traumhafte, unberührte Natur erleben.

Sodann heißt es, Auto abstellen, Rucksack auf den Rücken und ab in die Wildnis. Häufig treffe ich während meiner mehrtägigen Wanderungen keinen Menschen, habe keinen Handyempfang und bin mit meinem Rucksack völlig allein. Gar nicht mal so ungefährlich … Dafür genieße ich viel Platz, glasklares, trinkbares Wasser und die perfekte Umgebung für Abenteuer.

Nach dem Abschluss meiner Wanderung gestalte ich die Rückfahrt sehr gemächlich:

Im vergangenen Jahr bin ich auf den magischen Ort Sagaliden gestoßen – ihn einfach Cam­ping­platz zu nennen würde dem Ort nicht gerecht. Hier lassen sich Boote und SUPs leihen für Fahrten auf dem See. Interessant ist die nah gelegene Schmiede Gränsfors Bruk, die eine Besichtigung wert ist. Oder man gönnt sich eine Fahrt mit der Draisine im nahe gelegenen Delsbo.

Eine weitere Empfehlung ist die Felsenküste bei Rödhäll. Hier empfehle ich, einfach wild einen Platz zu suchen, das »Jedermannsrecht« erlaubt dies. (Unbedingt einmal mit dem sogenannten »allemansrätten« beschäftigen vor Reiseantritt!)

Die Sälstugan dort ist übrigens ein kleines Haus, welches von der Gemeinde gemietet werden kann.

Von dort ist es dann nicht mehr weit bis nach Stockholm. Zumindest einmal im Leben sollte man diese Stadt gesehen haben und ihr ma­ri­ti­mes Flair atmen. Mein Tipp dazu ist der Bredäng-Campingplatz, direkt in den Schären gelegen. Wer den Weg nicht scheut, kann vom Campinglatz in knapp drei Stunden in ge­mäch­lichem Tempo (häufig am Wasser entlang) bis in die Innenstadt wandern.

Zum Abschluss genieße ich traditionell den Campingplatz in Nysted (Dänemark): Sandstrand, Meeresbrise, Eis essen. Ein abso­lutes Highlight für Kinder aufgrund der diversen Fahrzeuge, der kleinen Seilbahn und einer Hüpfburg. Von hier erreicht man die Fähre in Rödby in weniger als 30 Minuten und ver­mei­det so den vormittäglichen Stau dort. Hier sollten Sie mindestens zwei Nächte (einen vollen Tag) zum Akklimatisieren und Abschluss der Nordlandtour einplanen.

Schweden macht immer Spaß, allein, in der Gruppe, mit der Familie – ich bin da sehr flexibel und bekomme beim Schreiben dieser Zeilen ob der Vorfreude auf den Norden gerade eine Gänsehaut.

 

Über Falk Brune:

Falk Brune ist Zimmermann, Forst­wirt­schaft­ler, Survival-Trainer und leidenschaftlicher Wanderer. Mindestens einmal im Jahr zieht es ihn in den skandinavischen Norden, wo er auf Touren, fernab der Zivi­li­sation, die Wildnis entdeckt. Sein Survival-Wissen teilt er auf seinen geführten Touren durch das Fjell Schwedens und Norwegens. Mehr Infos zu kommenden Touren finden Sie hier.

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