ZEIT-Redakteur Sebastian Kempkens über den Roman »Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau« von Björn Stephan:

»Entstanden ist eine unheimlich warmherzige, melancholische und liebevoll erzählte Geschichte aus einer Siedlung irgendwo im Osten Deutschlands.«

 

Vielleicht kennen Sie die Reportagen von Björn Stephan aus der ZEIT: Einmal angefangen, will man diese Texte nicht mehr weglegen, weil man gleich merkt, dass hier etwas Wahres erzählt wird, akribisch recherchiert und wahnsinnig gut aufgeschrieben. Jetzt hat Björn Stephan seinen ersten Roman vorgelegt: »Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau«, erschienen bei Galiani. Und ich finde, Romane schreiben, das sollte er öfter machen. Entstanden ist eine unheimlich warmherzige, melancholische und liebevoll erzählte Geschichte aus einer Siedlung irgendwo im Osten Deutschlands, sie spielt in der Zeit nach dem Mauerfall. Die Protagonisten schließt man sofort ins Herz. Den Erzähler Sascha Labude, 13 Jahre alt, der seltene Wörter sammelt und nicht versteht, wie ein Land einfach untergehen kann. Saschas besten Freund Sonny, der nur komplett eingehüllt in Schoner und Helm auf ein Fahrrad steigen darf, so große Angst haben die Eltern, dass er vom Fahrrad fallen könnte. Und natürlich Juri, die geheimnisvolle Neue in der Siedlung. Wenn Sie jetzt denken: Aha, ein Kinderbuch; oder: Aha, noch ein weiterer Ostdeutschland-Roman – dann kann ich nur rufen: Nein, nein, nein! »Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau« ist ein Buch für alle. Es eine universelle Geschichte, die vom Leben erzählt, von der Liebe, von vielen ersten Malen – und von einer »Monsterkatastrophe«, die alles verändert.

 

Sebastian Kempkens arbeitet als Redakteur bei der ZEIT. Dort schreibt er vor allem große Reportagen im Dossier. Zum Beispiel darüber, was wir von gescheiterten Astronauten, einem Schnapsbrenner aus Berlin-Marzahn und Ronald Reagan über das Improvisieren lernen können. Ein Text, der im Dezember in der ZEIT erschienen ist und den wir Ihnen heute – nach knapp einem Jahr Pandemie – nochmal ans Herz legen wollen.

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