Wan­dern in Nord­ita­li­en

Wandern + Norditalien + Familienurlaub

»Natürlich ist Reisen mit Kindern anstrengender – alles andere wäre gelogen. Aber zu erleben, wie die Kids das erste Mal das Meer sehen oder die Berge bestaunen – diese Momente möchte ich auf keinen Fall missen.«  

 

Mein Mann und ich nutzten kürzlich unsere verbleibende Elternzeit und reisten mit unseren einjährigen Zwillingen im Gepäck im Auto für zwei Monate nach Nord­italien.

Mein erster Tipp: Kaufen oder leihen Sie sich vorab den richtigen Autositz, und prüfen Sie, ob die Kinder genug Platz haben. Ansonsten können selbst kurze Strecken sehr lang, laut und ner­ven­auf­reibend werden … Dazu gilt: Lieb­lings­spiel­zeug und gute Snacks dürfen niemals außer Reichweite geraten. Für die Fahrt lohnt es sich außerdem, vorab bereits schöne Rasthöfe raus­zu­suchen, auf denen längere Pau­sen keine Qual bedeuten. Wir haben ver­sucht, die langen Fahrten in der Nacht zu­rück­zu­legen und tagsüber nur kürzere Strecken einzulegen.

Die erste Station unserer Reise: der Ortasee. Ein kleiner See im Piemont, der unmittelbar neben seinem großen Bruder, dem Lago Maggiore, liegt. Besonders im April ist es hier herrlich, weil der See – anders als seine Nach­bar­seen – noch nicht so überlaufen ist. Übernachten sollten Sie unbedingt in dem wirklich wunder­schönen und ruhigen Apart­ment-Hotel Ladarbia. Sehen Sie sich nur die Fotos an, und Sie werden sich verlieben.

Für unseren zweiten Stopp ging es weiter Rich­tung Meer an die Ligurische Küste– südlich der Cinque Terre in der Nähe der Ha­fen­stadt La Spezia. Hier über­nachteten wir in einem der vielen großartigen italienischen Bauernhöfe, den wir über das Portal Agri­turismo gefunden haben. Das Schöne am Hofurlaub: Er ist einfach, authentisch und vor allem kinderfreundlich. Es gibt in der Regel reichlich Platz zum Spielen, und man trifft auf viele Familien (aber nur auf so viele, dass es noch nicht nervig ist). Unser Agriturismo war das Monteverde (Dazu gesagt: Es gab hier leider kein Restaurant)

Die Cinque Terre haben wir letztlich ausgelassen, weil uns davon abgeraten wurde. Sie seien zu touristisch und viele andere Orte mindestens genauso schön. Zum Beispiel: die Bay of Poets, mit den Städtchen Lerici, Fiascherino und Tellaro. Strandliebhaber sollten auf jeden Fall den Beachclub Eco del Mare Lerici besuchen. Außerdem ist da noch der Fischerort Portofino – definitiv auch eine Reise wert.

Der dritte und letzte Stopp unserer Italienreise war der kleine Ort Dreikirchen im Eisacktal zwischen Brixen und Bozen in Südtirol, wo wir in einem Haus von Freunden wohnten. Für Reisen mit Kindern ist Südtirol großartig. Es gibt tolle Familienhotels und Bauernhöfe, wunderschöne Gasthöfe mit köstlichem Essen und viele einfache Wanderungen, die mit kleinen Kindern gut zu schaffen sind. Ich empfehle Ihnen besonders den Latschenkiefer Weg auf der Villanderer Alm, auf dem Sie in der Rinderplatz Hütte  einkehren müssen – der Kaiserschmarrn ist hier Pflicht!

Eine der schönsten Wanderungen, die wir auf unserer Reise gemacht haben, war die Salten-Wanderung. Man startet am Parkplatz Schermoos im Ort Jenesien und folgt von hier aus dem Rundgang in den Salten. Entlang der blühenden Felder und Wiesen hat man einen herrlichen Blick auf die Gipfel.

 

Über Anna Blumberger:

Nach über zehn Jahren Berufserfahrung im Projektmanagement und Mutter von Zwillingen ist Anna Blumberger ein echtes Orga­ni­sationstalent und damit die prä­des­tinierte Tippgeberin für Reisen mit Kindern, bei denen die richtige Planung das A und O ist. Deshalb – und weil wir sie für ihr gutes Gespür schätzen – wollten wir von ihr erfahren, welche Orte sie uns besonders empfehlen kann – von den angesagtesten Hotels bis hin zu Plätzen in der Natur.

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