7 Lieb­lings­or­te in Pa­ris

Frankreich + Museum + Paris + Stätdetrip

© Nil Castellvi on Unsplash

 

»Lassen Sie sich treiben«, sagt Matthias Krupas über die Stadt in der er seit anderthalb Jahren lebt – in Paris:

 

Gerade erst war Woody Allen in der Stadt, um seinen 50. Film zu drehen. Warum aus­gerechnet in Paris? »Weil jede Ausrede recht ist, um Zeit in dieser Stadt zu verbringen«, sagt Allen und hat natürlich recht. Trotzdem muss man aufpassen. Ich lebe seit anderthalb Jahren in Paris und schwanke noch immer jeden Tag zwischen der Begeisterung und dem Gefühl, dass hier von allem zu viel ist. Zu viele Geschäfte, zu viele Museen, zu viele Menschen. Und natürlich viel zu viele Sehenswürdigkeiten.

Man lässt sich deshalb am besten einfach treiben, zu Fuß, denn auch wenn es paradox klingt: Paris ist gar nicht so groß.

Wir beginnen unsere Runde, wenn Freunde zu Besuch sind, gerne an der Kirche Saint-Paul-Saint-Louis im Marais-Viertel, gehen entweder hinein oder gleich weiter zum Käseladen nebenan. Schräg gegenüber liegt das Hôtel de Sully, ein historisches Stadthaus, durch dessen Ehrenhof und Garten gelangen wir durch eine kleine Tür zum Place des Vosges. Der ist bei gutem Wetter bevölkert mit Familien, Pétanque-Spielern und Touristen. Gleich um die Ecke gibt es das sehr unterhaltsame Stadtmuseum (Musée Carnavalet), falls es regnet.

Wenn es nicht regnet, flanieren wir weiter zum Platz der Bastille. Gleich unterhalb liegt der Canal Saint-Martin mit einem kleinen Hafen und ein paar Dutzend Hausbooten, mitten in Paris. Nun sind wir schon an der Seine, stadtauswärts ragt das Wirtschaftsministerium über den Fluss (»Bercy«), ein zentraler Schauplatz in Michel Houellebecqs jüngstem Roman. Wir schlendern in die andere Richtung weiter, an der Seine entlang und sehen bald die Rückseite von Notre-Dame, noch immer spektakulär eingerüstet. So könnte oder kann man endlos weitergehen, wie gesagt: Lassen Sie sich treiben!

Und wo gehen wir essen? Ach, auch Restaurants gibt es viel zu viele. Wir waren neulich zum ersten Mal im L’Avant-Poste (Rue de la Fidélité) und sehr begeistert. Kleine Karte, regionale Küche, experi­mentierfreudig und trotzdem bodenständig – aber man muss reservieren.

Über Matthias Krupa:

Der ZEIT-Korrespondent Matthias Krupa ist wahrscheinlich einer unser vielreisendsten Kollegen im Haus. Matthias ist Europaexperte bei der ZEIT. Er hat lange aus Brüssel, aber auch aus mehr als einem Dutzend anderer europäischer Länder über die EU berichtet. Seit einem Jahr lebt er nun als Korrespondent in Frankreich. Anlass genug, um ihn endlich nach ein paar seiner Lieblingsorte in der Stadt zu fragen.

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