Das Publikum bei der Verleihung des Marion Dönhpff Preises mit zu den Gästen zählen unter anderen Giovanni di Lorenzo, Frank alter Steinmeier und Olaf Scholz
Ein Preis für in­ter­na­tio­na­le Ver­stän­di­gung und Ver­söh­nung Ma­ri­on-Dön­hoff-Preis
© Andreas Henn für DIE ZEIT

Der Preis

Marion Gräfin Dönhoff prägte als Chef­redakteurin und Heraus­geberin wie keine andere die ZEIT und ihre Ent­stehungs­geschichte. Nach ihrem Tod im Jahr 2002 wurde der Marion Dönhoff Preis ins Leben gerufen, um das geistige Erbe dieser großen Journalistin lebendig zu halten. Seit nun bereits 15 Jahren vergeben DIE ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung den Preis jeweils am 1. Advents­sonntag im Deutschen SchauSpielHaus, im Herzen Hamburgs. Der Marion Dönhoff Preis würdigt Menschen, die sich aus eigener Kraft und innerer Über­zeugung für Ver­ständigung und Ver­söhnung zwischen den Völkern einsetzen.

EU-Ratspräsident Donald Tusk wurde 2019 mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Die Klimaschutz-Bewegung Fridays for Future erhielt den Förderpreis. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert. Die Laudatio auf Donald Tusk hielt Bundespräsident a. D. Joachim Gauck. Den Förderpreis überreichte Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen.

Die Preisträger werden von der Jury, bestehend aus Friedrich Dönhoff, Groß­neffe von Marion Dönhoff und Autor, Norbert Frei, Historiker, Astrid Frohloff, Fern­seh­moderatorin, Manfred Lahnstein, Vorsitzender des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung, Matthias Naß, Inter­nationaler Korrespondent der ZEIT, Janusz Reiter, polnischer Bot­schafter in Deutschland a. D., Theo Sommer, ehe­maliger Chef­redakteur der ZEIT und Anne Will, Fern­seh­moderatorin, aus­gewählt und in der ZEIT bekannt gegeben.

Ma­ri­on Grä­fin Dön­hoff

„Eine Jahrhundert-Frau“ titelt DIE ZEIT am 26. November 2009 über Marion Gräfin Dönhoff, die in jenem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Erst als Chef­redakteurin und dann Heraus­geberin war sie die­jenige, die Profil und Geschichte der ZEIT so maß­geblich prägte wie keine andere. Doch das ist nur ein Teil ihrer Geschichte.

Marion Gräfin Dönhoff konnte mehr als nur ein bedeutendes Prädikat auf sich vereinen: Grande Dame des deutschen Journalismus, Wider­stands­kämpferin, Preis­trägerin. Eine Frau, die sich Zeit ihres Lebens für Frieden und inter­nationale Zusammen­arbeit, für Toleranz und Gerechtig­keit ein­setzte, und niemals davor scheute, ihre Meinung und ihren Aktionismus kritisch kund­zu­tun. Eine Frau, die eine sieben­wöchige Flucht zu Pferd gen Westen antrat, mehr als zwanzig Bücher verfasste und zahl­reiche Aus­zeichnungen und Ehrungen erhielt.

„Denkt nicht nur an das eigene Leben, denn jeder von uns ist für das Ganze mit­verantwortlich. Die Gesellschaft kann nicht besser sein als die Summe ihrer Bürger.”