Das Publikum bei der Verleihung des Marion Dönhpff Preises mit zu den Gästen zählen unter anderen Giovanni di Lorenzo, Frank alter Steinmeier und Olaf Scholz
Ein Preis für in­ter­na­tio­na­le Ver­stän­di­gung und Ver­söh­nung Ma­ri­on Dön­hoff Preis
© Andreas Henn für DIE ZEIT

Der Preis

Marion Gräfin Dönhoff prägte als Chef­redakteurin und Heraus­geberin wie keine andere die ZEIT und ihre Ent­stehungs­geschichte. Nach ihrem Tod im Jahr 2002 wurde der Marion Dönhoff Preis ins Leben gerufen, um das geistige Erbe dieser großen Journalistin lebendig zu halten. Seit nun bereits 15 Jahren vergeben DIE ZEIT, die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Marion Dönhoff Stiftung den Preis jeweils am 1. Advents­sonntag im Deutschen SchauSpielHaus, im Herzen Hamburgs. Der Marion Dönhoff Preis würdigt Menschen, die sich aus eigener Kraft und innerer Über­zeugung für Ver­ständigung und Ver­söhnung zwischen den Völkern einsetzen.

Seyran Ateş wird 2018 mit dem Marion Dönhoff Preis für internationale Verständigung und Versöhnung ausgezeichnet. Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen erhält den Förderpreis. Die Auszeichnungen sind mit jeweils 20.000 Euro dotiert.

Die Preisträger werden von der Jury, bestehend aus Friedrich Dönhoff, Groß­neffe von Marion Dönhoff und Autor, Norbert Frei, Historiker, Astrid Frohloff, Fern­seh­moderatorin, Manfred Lahnstein, Vorsitzender des Kuratoriums der ZEIT-Stiftung, Matthias Naß, Inter­nationaler Korrespondent der ZEIT, Janusz Reiter, polnischer Bot­schafter in Deutschland a. D., Theo Sommer, ehe­maliger Chef­redakteur der ZEIT und Anne Will, Fern­seh­moderatorin, aus­gewählt und in der ZEIT bekannt gegeben.

Ma­ri­on Grä­fin Dön­hoff

„Eine Jahrhundert-Frau“ titelt DIE ZEIT am 26. November 2009 über Marion Gräfin Dönhoff, die in jenem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. Erst als Chef­redakteurin und dann Heraus­geberin war sie die­jenige, die Profil und Geschichte der ZEIT so maß­geblich prägte wie keine andere. Doch das ist nur ein Teil ihrer Geschichte.

Marion Gräfin Dönhoff konnte mehr als nur ein bedeutendes Prädikat auf sich vereinen: Grande Dame des deutschen Journalismus, Wider­stands­kämpferin, Preis­trägerin. Eine Frau, die sich Zeit ihres Lebens für Frieden und inter­nationale Zusammen­arbeit, für Toleranz und Gerechtig­keit ein­setzte, und niemals davor scheute, ihre Meinung und ihren Aktionismus kritisch kund­zu­tun. Eine Frau, die eine sieben­wöchige Flucht zu Pferd gen Westen antrat, mehr als zwanzig Bücher verfasste und zahl­reiche Aus­zeichnungen und Ehrungen erhielt.

„Denkt nicht nur an das eigene Leben, denn jeder von uns ist für das Ganze mit­verantwortlich. Die Gesellschaft kann nicht besser sein als die Summe ihrer Bürger.”

Bis­he­ri­ge För­der- und Haupt­preis­trä­ger

Jahr Hauptpreisträger Förderpreisträger
2018 Seyran Ateş Reporter ohne Grenzen e. V.
2017 The New York Times Pulse of Europe e. V.
2016 Navid Kermani Hanseatic Help e. V.
2015 Laura Poitras Barada Syrienhilfe e. V.
2014 Hans-Dietrich Genscher Madamfo Ghana e. V.
2013 Daniel Barenboim Cristo Vive Europa – Partner Lateinamerikas e. V.
2012 Karel Schwarzenberg Gunter Demnig: Projekt Stolpersteine
2011 Hildegard Hamm-Brücher Children for Tomorrow
2010 Michail Gorbatschow Farmschule Baumgartsbrunn
2009 Fritz Stern KinderBerg International e. V.
2008 Egon Bahr Masifunde Bildungsföderung e. V.
2007 Desmond Tutu Kreisau-Initiative e. V.
2006 Bronisław Geremek Kinderhilfe Afghanistan
2005 Ruth Pfau Junges Klangforum Mitte Europa
2004 Gesine Schwan Maximilian-Kolbe-Werk
2003 Rupert Neudeck Heim-statt Tschernobyl e. V.

Die Stif­ter

DIE ZEIT

DIE ZEIT ist in jeder Hinsicht außer­gewöhnlich. Mit einer verkauften Auflage von über 500.000 Exemplaren ist sie die größte Qualitäts­zeitung Deutschlands und erreicht über 2 Millionen Leser. Außerdem sind die Hamburger Wochen­zeitung und ihre Autoren preis­gekrönt: Mit insgesamt elf Auszeichnungen für das welt­weit beste Zeitungs­design ist DIE ZEIT die am häufigsten ausgezeichnete Zeitung der Welt. DIE ZEIT sei „tadel­los von vorne bis hinten“, so die Begründung der Jury, mit der sie die Wochen­zeitung 2018 erneut aus­zeichneten. Es fühle sich an, als würden „die aller­besten Leute an jeder einzelnen Seite der Zeitung arbeiten.“ Und das tun sie auch: über 40 journalistische Preise gewannen die Autorinnen und Autoren der ZEIT alleine 2017 für ihre Arbeiten. Neben der ZEIT gibt die ZEIT Verlags­gruppe verschiedene erfolg­reiche Magazine heraus und hat mit ZEIT ONLINE eines der größten und am schnellsten wachsenden Angebote für anspruchs­vollen Online-Journalismus im Port­folio.

Am 21. Februar 1946 erschien in Hamburg die erste Ausgabe der Wochen­zeitung DIE ZEIT. Neun Jahre später wurde Marion Dönhoff Leiterin des Politik-Ressorts, später Chef­redakteurin und Heraus­geberin. Sie machte DIE ZEIT schon zu Beginn ihres Engagements zu einem unab­hängigen, liberalen, oft „zwischen allen Stühlen“ (Dönhoff) sitzenden Blatt. Mehr als 50 Jahre lang hat Marion Gräfin Dönhoff die Geschichte der ZEIT redaktionell, politisch und moralisch beeinflusst.

ZEIT-Stiftung

Der liberale Geist Hamburgs und die auf­geschlossene Denkart von Ebelin und Gerd Bucerius prägen die ZEIT-Stifung Ebelin und Gerd Bucerius. Gerd Bucerius gründete 1946 die Hamburger Wochen­zeitung DIE ZEIT, für die Ebelin Bucerius als Geschäfts­führerin des ZEIT-Verlags wirkte, und 1971 die gemein­nützige ZEIT-Stiftung.

Heute fördert sie Wissen­schaft und Forschung, Kunst und Kultur sowie Bildung und Erziehung, initiiert Debatten zu Themen, die Politik und Gesellschaft betreffen, und eröffnet Foren zur digitalen Entwicklung. Beredte Einmischung, eine streit­bare Haltung und aktives bürger­schaftliches Engagement kenn­zeichneten Bucerius. Sein leiden­schaftliches Interesse für Politik, Wirtschaft und Kultur hat DIE ZEIT geprägt. In dieser Tradition sieht sich auch die Stiftung, die seinen und den Namen seiner Frau trägt.

Marion Dönhoff Stiftung

Marion Gräfin Dönhoff gründete ihre Stiftung im Jahre 1988 aus ihren Buch­honoraren und Preis­geldern und verfolgte mit ihr das Ziel, zur dauer­haften Völker­verständigung zwischen Deutschland und den Staaten Ost­europas beizu­tragen. Heute fördert die Stiftung Wissen­schaft, Forschung, Jugendhilfe, kulturelle Vorhaben und Einrichtungen sowie Bildung durch die Vergabe von Stipendien und Forschungs­zuschüssen.

Der Stiftungs­vorstand setzt sich zusammen aus Hermann Graf, Vorsitzender des Vorstands, Irene Brauer, Geschäfts­führender Vorstand, Dr. Gunter Hofmann, Friedrich Graf Dönhoff, Adam Krzeminski und Dr. Irina Sherbakowa.

Ju­ry-Mit­glie­der


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Das Logo der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius
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Kontakt

Marion Dönhoff Preis
DIE ZEIT
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Buceriusstraße, Eingang Speersort 1
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